[:de]UTC Tag 3 – Das Mannheim Manifesto[:en]UTC Day 3 – The Mannheim Manifesto[:]

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Der dreitägige Urban Thinkers Campus der Vereinten Nationen endet mit einem „Mannheim Manifesto“. Die Städte sollen weltweit eine größere Rolle spielen und dafür auch die finanziellen Möglichkeiten erhalten. Mit dieser Forderung ging heute der dreitägige Urban Thinkers Campus „Urban Citizenship in a Nomadic World“ der Vereinten Nationen in Mannheim zu Ende. In einem „Mannheim Manifesto“ setze sich die große Mehrheit der rund 480 Teilnehmer weiter dafür ein, dass in den Städten der Zukunft die Beteiligung der Bürger deutlich erhöht wird. „Wir benötigen einen Wandel von der Politik von oben hin zu mehr Beteiligung von unten“, sagte der Städteforscher Charles Landry, der durch den Campus geführt hat. Weiter plädieren die Teilnehmer des Mannheimer Kongresses dafür, dass die in den Städten lebenden Menschen eine eigene „Bürgerschaft“ mit allen Rechten du Pflichten verliehen bekommen – unabhängig von ihrem Status. „Menschen wollen Teil einer Stadt sein und nicht nur in ihr leben“, so Städteforscher Benjamin Barber. Damit werde die urbane Identität gestärkt. Außerdem soll die Unterschiedlichkeit der Menschen in den Städten als Realität und Chance akzeptiert werden. Nur so gelinge es, die anstehenden Herausforderungen etwa durch die aktuelle Flüchtlingskrise zu bewältigen. Das Manifesto wird nun weiter entwickelt.

Der Kongress ist Teil einer Partnerschaft mit der World Urban Campaign des Siedlungsprogrammes der Vereinten Nationen (UN Habitat). Der thematische Schwerpunkt ist die aktuelle internationale Migration und deren Bedeutung für das Leben in den Städten. Der Mannheimer Urban Thinkers Campus ist eine von 26 Veranstaltungen weltweit, die einen gemeinsamen Beitrag von Nicht-Regierungspartnern zur Habitat-III-Konferenz der Vereinten Nationen ermöglichen. Sie ist die einzige in Deutschland zu diesem Thema und – neben Paris, Stockholm, Palermo, Barcelona, Genf und Alghero – eine von sieben in Europa. Die Ergebnisse der Mannheimer Veranstaltung fließen direkt ein in die „New Urban Agenda“ der Vereinten Nationen. Sie soll im Oktober in Quito/Ecuador verabschiedet werden und als politische Richtschnur für die weltweite Stadtentwicklung in den nächsten 20 Jahren dienen.

„Der Urban Thinkers Campus hat die Rolle Mannheims als internationale Stadt gestärkt“, zieht Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ein positives Resümee der Veranstaltung. Dies zeige sich nicht nur in der Teilnahme von Vertretern aus sieben Partnerstädten. Der Kongress habe der Quadratestadt die Möglichkeit gegeben, ihre Erfahrungen in den Prozess

einzubringen, der schließlich zu einer neuen Agenda für die Städte weltweit führen werde. „Vielfalt ist in unserer Stadt eine Realität“, betont der Oberbürgermeister. „Dies werden wir auch bei den Planungen neuer Stadtteile berücksichtigen, die im Zuge der Konversion auf den ehemaligen US-Kasernenflächen entstehen.“ Mannheim habe eine 400-jährige Tradition als tolerante und weltoffene Stadt. Dies, so hofft der Oberbürgermeister, werde sich auch in der Agenda der Vereinten Nationen niederschlagen. Für die Ausrichtung dieses Kongresses habe Mannheim auch international viel Anerkennung erfahren und sei deutlich sichtbarer geworden.

„Städte müssen über die Grenzen hinweg miteinander kooperieren“, so Benjamin Barber. Um die globalen Herausforderungen zu bestehen, müssten sie sich in einer Art internationalen Städtebund zusammenschließen, um nationale Regierung zu unterstützen. Sie könnten vor allem für eine Stärkung der demokratischen Legitimation und Beteiligung sorgen. Um zur Lösung der globalen Probleme beitragen zu können, müssten die Städte allerdings auch die notwendigen finanziellen Ressourcen erhalten.

„Mannheim war ein sehr aktives Forschungslabor für die Zukunft der Städte“, lobte Christine Auclair, Koordinatorin der World Urban Campaign bei den Vereinten Nationen den Campus, der unter dem Motto „The city we need“ stand. „In Mannheim gibt es ein starkes Heimatgefühl, das auf Offenheit und Toleranz basiert“, so Auclair weiter. „Mannheim lebt Integration, die Kreativität fördert und so die Zukunft der Städte sicherstellt. An keinem anderen Ort als in Mannheim wäre eine solch engagierte und auf Konsens ausgerichtete Diskussion möglich gewesen.“

 

Foto: Andreas Henn

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The three-day Urban Thinkers Campus of the United Nations ends with a „Mannheim Manifesto“. The cities shall play a greater role worldwide and receive the necessary financial support.  With this demand the three-day Urban Thinkers Campus „Urban Citizenship in a Nomadic World“ of the United Nations in Mannheim comes to an end today.

In a „Mannheim Manifesto“ the vast majority of the approximately 480 participants are committed to ensuring that in the cities of the future the participation of citizens is significantly increased. „We need a change of policy from the top towards greater participation from the bottom,“ said the researchers Cities Charles Landry, who has guided the attendees through the campus. Further, the participants of the Mannheim conference advocate that people living in cities should be granted their own „citizenship“ with all rights and responsibilities – regardless of their status. „People want to be a part of a city, and not only live in it,“ said city researcher Benjamin Barber. Thus will strengthen the urban identity.

In addition, the diversity of people in the cities shall be accepted as a reality and an opportunity. This is the only way to manage upcoming challenges such as the current refugee crisis. The Manifesto is now being developed.

The conference is part of a partnership with the World Urban Campaign of the settlement program of the United Nations (UN Habitat). The core focus is the current international migration and its importance for the life in the cities. The Mannheim Urban Thinkers Campus is one of 26 events worldwide, which allow a joint contribution of non-governmental partners to Habitat III Conference of the United Nations. It is the only event in Germany with this focus and –  in addition to Paris, Stockholm, Palermo, Barcelona, ​​Geneva and Alghero – one of seven events of its kind in Europe.

The results of the Mannheim event will be directly integrated into the „New Urban Agenda“ of the United Nations. The agenda will be adopted in October in Quito / Ecuador and serve as policy guidance for global urban development in the next 20 years.

„The Urban Thinkers Campus has strengthened Mannheim’s role as an international city“, states Lord Mayor Dr. Peter Kurz, as a positive summary of the event. That is apparent not only in the participation of representatives from seven partner cities. The conference also gave the city the opportunity to share its experience in the process, which will eventually lead to a new agenda for the world’s cities.

„Diversity is a reality in our city,“ says the mayor. „This will also be taken into account in the planning of new neighbourhoods that arise on the former US bases.“

Mannheim has a 400-year tradition as a tolerant and cosmopolitan city. This, the mayor hopes, will also be reflected in the agenda of the United Nations. The conference in Mannheim helped the city’s international recognition and visibility. „Cities need to cooperate with each other way beyond their borders,“ said Benjamin Barber. To survive the global challenges, they would have to join an international alliance of cities to support the national government.

This could strengthening the democratic legitimacy and participation. However to contribute to the solution of global problems, cities also need to receive the necessary financial resources.

„Mannheim has been a very active research laboratory for the future of cities“ praised Christine Auclair, coordinator of the World Urban Campaign at the UN campus, which was held under the motto „The city we need“.

„In Mannheim there is a strong sense of homeland, which is based on openness and tolerance,“ said Auclair further. „Mannheim lives integration that requires creativity and ensures the future of the cities. Such a dedicated discussion, focused on finding broad agreement, wouldn’t have been possible anywhere else but here in Mannheim.“
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